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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2007 Dienstleister der Informationsgesellschaft: Unternehmen investieren stärker in IKT und lagern IT-Leistungen aus

Dienstleister der Informationsgesellschaft: Unternehmen investieren stärker in IKT und lagern IT-Leistungen aus

Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"

Neuss / Mannheim, 12.04.2007

Mehr als ein Drittel der Dienstleister der Informationsgesellschaft hat seine Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in den vergangenen zwölf Monaten erhöht. Etwa 35 Prozent der Unternehmen rechnen für die kommenden zwölf Monate mit einem weiteren Anstieg der Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologien. Zudem hat knapp ein Fünftel der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten IT-Leistungen an externe Anbieter ausgelagert. Dabei spielen vor allem die westdeutschen Unternehmen des Wirtschaftszweigs eine Vorreiterrolle. Etwa 20 Prozent dieser Unternehmen hat in den vergangenen zwölf Monaten IT-Leistungen ausgelagert, gegenüber etwa 5 Prozent der ostdeutschen Dienstleister der Informationsgesellschaft.

Dies ist Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im März 2007 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage siehe Ende der Pressemitteilung).

Vor allem die Unternehmen der Telekommunikationsdienstleistungsbranche haben ihre IKT-Ausgaben in den vergangenen zwölf Monaten gesteigert. Etwa 83 Prozent der Telekommunikationsdienstleister rechnen zudem mit einem Anstieg ihrer Ausgaben für IKT in den kommenden zwölf Monaten. Die Unternehmen der Werbebranche haben in den vergangenen zwölf Monaten ebenfalls deutlich mehr in IKT investiert; etwa zwei Drittel der Werbeunternehmen berichten von gestiegenen IKT-Ausgaben. Allerdings planen diese Unternehmen für die kommenden zwölf Monate nicht, ihre IKT-Ausgaben weiter zu erhöhen. Etwa 70 Prozent der Unternehmen der Werbebranche gehen von gleich bleibenden Ausgaben aus. Die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer hingegen haben ihre IKT-Ausgaben in den vergangenen zwölf Monaten kaum erhöht und rechnen auch für die kommenden zwölf Monate nur in geringem Maße mit steigenden IKT-Investitionen. Etwa 20 Prozent der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer berichten von höheren Ausgaben für IKT, und ebenfalls etwa ein Fünftel plant, mehr für IKT auszugeben.

Beim IT-Outsourcing hingegen sind die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sowie die Telekommunikationsdienstleister besonders aktiv. Mehr als die Hälfte der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer hat in den vergangenen zwölf Monaten IT-Leistungen an externe Anbieter ausgelagert. Etwa ein Fünftel der Unternehmen des IKT-Handels hat in den vergangenen zwölf Monaten sowohl IT-Leistungen als auch andere Unternehmensaktivitäten an externe Anbieter ausgelagert. Unternehmensberater, Architekten, technische Planer und die Branche Forschung und Entwicklung macht von Outsourcing und IT-Outsourcing unterschiedlich stark Gebrauch. Während etwa 15 Prozent der Unternehmensberater in den vergangenen zwölf Monaten IT-Leistungen an externe Anbieter ausgelagert haben, haben nur etwa 6 Prozent andere Unternehmensaktivitäten ausgelagert. In den Branchen Forschung und Entwicklung, technische Beratung und Planung und Architektur hingegen haben die Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten eher andere Unternehmensaktivitäten statt IT-Leistungen an externe Anbieter ausgelagert. Mehr als ein Drittel der Unternehmen der Forschungs- und Entwicklungsbranche hat andere Unternehmensaktivitäten, nur etwa 4 Prozent IT-Leistungen ausgelagert. In den vergangenen zwölf Monaten hat mehr als ein Viertel der Architekten von Outsourcing anderer Unternehmensaktivitäten Gebrauch gemacht. IT-Outsourcing hingegen hat nur etwa ein Zehntel der Architekten durchgeführt. Bei den technischen Beratern und Planern überwiegt der Anteil der Unternehmen, der andere Unternehmensaktivitäten ausgelagert hat, den Anteil der Unternehmen, der IT-Leistungen an externe Anbieter ausgelagert hat, um etwa 18 Prozentpunkte.

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Ihre Ansprechpartner beim ZEW

ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Jenny Meyer
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien
L 7, 1
68161 Mannheim

Tel.: 06 21 / 12 35-166
Fax:  06 21 / 12 35-333

  meyer@zew.de
  www.zew.de

Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und Umweltökonomik tätig.

Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.

Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung

Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen (jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100 annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.

Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:

ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)

Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.

Allgemeine methodische Hinweise (PDF)

Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)



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Ihr Ansprechpartner

Verband der Vereine Creditreform e.V.
Herr Michael Bretz
Wirtschaftsforschung

Tel.: 0 21 31 / 109-171
Fax: 0 21 31 / 109-176

 analysen@creditreform.de
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ZEW Dienstleistungsreport: 1. Quartal 2007
(PDF, 432 KB)
 
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